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Shino-yaki

志野焼

しのやき

Eine der Hauptformen der Mino-Keramik. Hergestellt in der Präfektur Gifu. Charakteristisch für Shino-Yaki ist die weiße, craquelierte Glasur.

shino chawan

Beispiel einer Shino-Schale aus der Einzelstück-Sammlung von Markus Hastenpflug (sn2).

Shino-Keramiken sind häufig weiß, können jedoch auch grau (Nezumi-Shino) oder rötlich (Beni-Shino) sein. Die Feuerung geschieht beim Shino-Brand meist bei niedrigerer Temperatur über einen längeren Zeitraum, sodass die Glasur nicht komplett durchgebrannt wird. So entsteht das charakteristische Craquelée-Muster.

Shino-Yaki Keramik hat ihren Ursprung im Japan des 16. Jahrhunderts, ist aber heute weit verbreitet und wird auch im Ausland verwendet. Sie ist durch dicke weiße Glasuren, rote Brandflecken und eine Textur mit kleinen Löchern gekennzeichnet. Einige Experten sind der Meinung, dass sie nicht als von der Oribe-Ware unterschieden behandelt werden sollte, sondern als "weiße Oribe" beschrieben werden sollte, wobei die Keramik, die normalerweise nur als Oribe bezeichnet wird, stattdessen als "grüne Oribe" beschrieben wird.

Die erste Shino-Ware wurde während der Momoyama-Periode (1568-1600) in Brennöfen in den Gebieten Mino und Seto entwickelt. Die Glasur, die hauptsächlich aus gemahlenem lokalen Feldspat und einer kleinen Menge lokalen Tons bestand, erzeugte eine satinierte weiße Farbe. Es war die erste weiße Glasur, die in der japanischen Keramik verwendet wurde.

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