Kagoshima Reisebericht #1
2026-04-06
Nach zwei Wochen Urlaub auf Kyushu, der südlichsten Hauptinsel Japans rückt die heiße Phase der Shincha Saison näher und ich beginne meine Arbeit im Shimodozono Office in Kagoshima.
Ich hatte in den letzten Wochen bereits einige Gelegenheiten, in der Firma vorbeizuschauen. Um die Kollegen kennen zu lernen, um dabei zu sein, wenn unser Container beladen und auf die Reise nach Deutschland geschickt wird (s. Foto), und um den Wachstumsfortschritt der Teepflanzen mit dem Qualitätsmanagement zusammen zu dokumentieren.
Es geht los!
Wenn die ersten Kirschblüten herabsegeln beginnt die heiße Phase der Shinchazeit. Auch in diesem Jahr standen die Kirschbäume gerade noch in voller Blüte, und lassen nun langsam ihre Blüten fallen.
Passend zu meinem ersten Arbeitstag hier wurde auch die Teebörse eröffnet! Die feierliche Zeremonie wird durch Priester aus dem örtlichen Shinto-Schrein und in Anwesenheit zahlreicher Gäste abgehalten, die im Tee-Einkauf oder anderweitig im Teegewerbe tätig sind.
Das Eröffnungsdatum ist üblicherweise der 6.4. – wird jedoch bei Bedarf verschoben, sodass es im letzten Jahr aufgrund von Regenwetter erst eine Woche später so weit war.
Noch ist jedoch nicht viel los an der Teebörse – nur die allerersten konventionellen Tees wurden bereits geerntet. Da für Bio-Tee kein mineralischer Dünger verwendet wird, braucht dieser etwas mehr Zeit zum Reifen.
Wir hatten bereits die Gelegenheit, eine erste Charge des Kultivars Saemidori (konventionell) zu verkosten, die schon recht vielversprechend war.
Neben dem Tee von der Shimodozono Biofarm wird der Biotee für KEIKO hauptsächlich abseits der Börse direkt von den Bauern angekauft, allerdings ist die Börse ein wichtiger Anzeiger für die diesjährige Qualität und Menge des Tees, die erwartet wird.
Da aufgrund des Matcha Booms viele Bauern auf Tencha oder Mogacha (ein Vorprodukt für einfache Teepulver) umstellen, wird in diesem Jahr außerdem mit besonderer Anspannung auf die Preisentwicklung geschaut – die ersten Chargen wurden zu einem Vielfachen der bisher üblichen Preise verkauft
Die Bio-Felder, die wir letzte Woche besucht hatten, sind inzwischen unter den Netzen versteckt und werden dann nach etwa 14 Tagen geerntet - auch bei der Biofarm wird es noch ein wenig dauern.
Die Präfektur Kagoshima feiert in diesem Jahr zum zweiten Mal die höchste Tee-Produktionsmenge in Japan und hat damit die Präfektur Shizuoka überholt, die bisher unangefochtener Spitzenreiter war. Im Bio-Segment hat Kagoshima die anderen Präfekturen schon lange überholt. Über 50% des japanischen Bio-Tees wird in Kagoshima angebaut – die Menge hat sich hier im Laufe der letzten 10 Jahre verfünffacht.
Die Vorreiter-Rolle in Sachen Bio-Anbau ist auch dem Umstand zu verdanken, dass die Anbauregion noch vergleichsweise jung ist, und die Bauern hier aufgeschlossener für neue Ideen und Methoden sind. So konnte Markus Hastenpflug schon 1991 zusammen mit Hiroshi und Keiko Shimodozono hier die ersten Bauern überzeugen, es mit biologischem Anbau zu probieren.
Der Bio-Tee wird derzeit noch vor allem für den Export produziert, nur ein relativ kleiner Teil davon bleibt im Lande.
Das Wetter hat bisher gut mitgespielt – jetzt wird es spannend!
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